Die Klasse 4a besucht die Grüne Schule

Am 17. August besuchte die Klasse 4a die Grüne Schule.

Das Thema der Exkursion war „Feuer“.

Nachdem die Kinder mit ihrer Klassenlehrerin Frau Walter bereits in den Tagen zuvor das Thema in verschiedenen Unterrichtsstunden  behandelt hatten, war die Vorfreude auf den bevorstehenden Ausflug groß. Leider wurde diese Freude etwas getrübt, als Frau Walter der Klasse mitteilen musste, dass aufgrund der anhaltenden Dürresituation das geplante Lagerfeuer zum Abschluss des Projekts ausfallen musste.

Trotz dieser Enttäuschung und mit dem Versprechen Frau Walters, auf der im Herbst stattfindenden Klassenfahrt ein Lagerfeuer zu machen, waren die Kinder dann doch sehr gespannt auf ihren Ausflug.

Um 8 Uhr machte sich die Klasse auf den Weg und fuhr mit dem Linienbus ins Nerotal. Hier traf sie Frau Hafer, eine Referentin der Grünen Schule. Nach einem kurzen Kennenlernen und einer Einführung über das richtige Verhalten im Wald, ging es los und die Kinder bekamen ihre erste Aufgabe gestellt: Findet eine gefällte Birke am Wegrand. Hier war der nächste Treffpunkt.

Frau Hafer erklärte den Kindern, dass sich Birkenrinde, wegen des hohen Anteils an ätherischem Öl, hervorragend als Brennstoff, bzw. Anzünder für ein Lagerfeuer eignet. Im Anschluss ging es weiter zu einer sehr schönen Lichtung im Wald, auf der die Klasse Frühstücken konnte. Auf dem Weg dahin, liefen die Kinder wie Rehe quer durch den Wald. Hintereinander aufgereiht sollten sie genau den Weg gehen, den ihr Vordermann vorgab und jeder musste dabei genau auf den Tritt des Kindes vor sich achten. Von der Brotzeit gut gestärkt folgte dann die nächste Aufgabe. Auf einem Ziegenfell präsentierte Frau Hafer den Kindern verschiedene Dinge, die sie in Kleingruppen eingeteilt, im Wald finden sollten. Jede Gruppe durfte aber nur einen kurzen Blick auf das Ziegenfell werfen und musste sich die zu findenden Objekte merken und beim Suchen daran erinnern.

Hier war Teamarbeit gefragt, um die Aufgabe zu erfüllen. Die Kinder lösten sie mit viel Spaß und fast alle Gruppen haben erfolgreich alle gesuchten Dinge gefunden. Beim gemeinsamen Ansehen der Fundstücke merkten die Kinder schnell, dass man diese zum Feuermachen benötigt. Frau Hafer erklärte der Klasse, wie genau ein Lagerfeuer aufgebaut sein sollte, damit es gut brennt. Die Kinder ordneten die gesammelten Stöckchen, Äste, Moos und Blätter der Reihenfolge ihrer Brennbarkeit nach. Nach dieser Aufgabe ging es weiter durch den Wald in Richtung Feuerplatz. Auf dem Weg dorthin wurde fleißig Material für ein Lagefeuer gesammelt. Angekommen, baute nun jede Gruppe sorgfältig und mit viel Geschick ihr eigenes Lagerfeuer auf und auch wenn kein echtes Lagerfeuer entfacht werden durfte, waren die Gruppen sehr stolz auf ihre errichteten Feuerstellen. Frau Hafer zeigte den Kindern zum Abschluss noch verschiedene Arten, Feuer zu machen: Mit einem Feuerstein, einem Drillbogen, bei dem durch schnelle Reibung Hitze entsteht und einem Magnesiumstab. Die Klasse war beeindruckt, wie viel unterschiedliche Möglichkeiten es gibt, ein Feuer anzuzünden, ganz ohne Streichholz oder Feuerzeug. Nach knapp vier Stunden im Wald endete die spannende Exkursion rund ums Feuer. Die Kinder konnten viel Interessantes lernen und sind nun für das geplante Lagerfeuer bei ihrer Klassenfahrt bestens gewappnet.

Auf der Heimfahrt waren sich alle einig, dass es ein super Ausflug war, auch ohne „echtes Feuer“.

Sandra Bausch