Klassenfahrt der 3a nach Kaub vom 10.5-13.5.2016

„Ich weiß nicht was soll es bedeuten,
daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.“

Diese und andere Verse und Erzählungen von kulturhistorischen Personen wie Brentano, Heine und Silcher wurden uns an einem wunderschönen Tag „Rund um die Loreley“ kindgerecht aufbereitet. Der Tag begann jedoch mit einem Motorschaden unseres Schiffes, sodass wir unsere Schifffahrt von Kaub nach St. Goarshausen erst mit einer Stunde Verspätung antreten konnten. Dort wurden wir herzlich von unserer wunderbaren Gästebegleiterin Sabine Gerl empfangen und sicher den erschwerlichen aber auch faszinierenden Weg hoch auf den 193m hohen Loreleyfelsen geführt. Neben einer erfrischenden Fahrt mit der Sommerrodelbahn konnten wir zudem Eindrücke von der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung der Region im Loreley-Besucher-Zentrum anhand zahlreicher Ausstellungsstücke gewinnen. So erfuhren wir, dass der Rhein schon seit jeher eine der wichtigsten Verkehrswege Europas war und immer noch ist, dass es dort die höchste Burgendichte weltweit gibt und dass das Obere Mittelrheintal von Bingen bis Rüdesheim seit 2002 von der UNESCO zum Kulturwelterbe ernannt wurde.

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Nach diesem anstrengenden Tag mit den schier endlosen Stufen und weiten Wegen war es dann mehr als verwunderlich, dass sich nach einem gestärkten Abendessen in der sehr schönen und modernen Rheinsteig-Jugendherberge alle Kinder wünschten, noch einmal auf den nahegelegenen Spielplatz am Rhein zu gehen, um dort Sport zu treiben (z.B. Fußball, Tischtennis, Badminton, Seilspringen, Fangen) oder einfach nur in einem Tretbecken die stark beanspruchten Füße abzukühlen.

Mit unserer Unterbringung waren wir mehr als zufrieden. Die Zimmer waren in einem sehr guten Zustand und alle waren mit einem Extra-Bad mit Dusche, WC und Waschbecken ausgestattet, damit niemand nachts für das kleine oder große Geschäft durch die Jugendherberge irren musste. Positiv war auch die Tatsache, dass unsere Zimmer alle nebeneinander auf der gleichen Etage lagen, sodass wir uns problemlos gegenseitig besuchen konnten. Um 22:00 Uhr hatten sich dann alle Kinder für das Bett fertig gemacht und es durfte nur noch im Dunkeln geflüstert werden.

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Die Essensräume waren sehr übersichtlich und befanden sich ebenfalls in einem sehr neuwertigen Zustand. Für uns wurden in einem Raum drei Tische zur Verfügung gestellt, an dem größtenteils immer dieselben Kinder saßen und gemeinsam aßen. Das Essen hat uns jedes Mal und immer so gut geschmeckt, dass das gelegentliche fünfminütige Anstellen gerne in Kauf genommen wurde. Wir konnten uns immer wieder Nachschlag holen und somit wurden alle satt.

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Am Abreisetag waren dann auch diejenigen traurig, die sich in der ersten Nacht noch schnell nach Hause wünschten. Nach dem Frühstück hieß es dann Koffer packen und die Zimmer kehren. Dass es etwas knapp mit der Zeit wurde, wir mussten ja schließlich um 10:36 Uhr in unseren Zug einsteigen, lag zum einen an einer Plastiktüte, zum anderen an den Bewohnern eines Zimmers, die etwas mehr aufzuräumen hatten als die Kinder der anderen Zimmer.

Wir fühlten uns in der Rheinsteig-Jugendherberge mit den Bediensteten und der Jugendherbergsleiterin stets gut aufgehoben und werden uns immer wieder gerne an diese tolle Zeit erinnern. Zu guter Letzt möchten wir Ekatharina Schmidt, die momentan ihr freiwilliges soziales Jahr an der Otto-Stückrath-Schule ableistet und uns auf der Klassenfahrt begleitete, für die vorbildliche Unterstützung danken!